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Das Ende einer Ära

Ab sofort wird es keine Ikea-Kataloge mehr geben. Das teilte der schwedische Möbelriese in einer Pressemitteilung am Montag, 07. Dezember mit. Typischer Montag eben…

Image Credits: Ikea

Den Ikea-Katalog gibt es seit ich denken kann. Wenn eine praktische Lösung oder etwas Neues für mein Zimmer im Haus meiner Eltern gebraucht wurde, griff die Hand meiner Mutter ganz schnell nach dem Ikea-Katalog. Ganze 70 Jahre gibt es den „möblierten Roman“ bereits – oder besser gesagt: gab. Ikea begründete die Abschaffung des Kataloges damit, dass seine Nutzung im Laufe der Jahre abgenommen hat. Die Kunden shoppen lieber online oder lassen sich direkt im Laden inspirieren.

Enttäuschte Katalog-Fans gibt es trotzdem. So schrieben einige, dass 2020 nun wirklich nicht mehr schlimmer werden könnte – mit einem Augenzwinkern versteht sich. Meines Erachtens trotzdem etwas übertrieben. Ich persönlich hatte den Katalog sowieso nie bei mir Zuhause. Alles was ich wissen wollte, fand ich online. Aus den Kommentaren auf Facebook und Instagram geht hervor, dass die meisten Menschen diese Meinung teilen. Denn am Ende des Tages ist diese Maßnahme auch besser für unsere Umwelt. Keine Kataloge bedeutet schließlich, dass weniger Wald abgeholzt wird und somit auch der CO2-Ausstoß für die Produktion der Kataloge entfällt. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Ikea-Manager Konrad Grüss teilte mit, dass das Möbelhaus bis 2030 klimapositiv sein möchte. Aber was genau bedeutet das? Ikea durchläuft nach eigenen Angaben aktuell eine Transformation, durch die das Unternehmen noch digitaler und besser erreichbar werden will. Heißt also, dass Ikea sich ab jetzt intensiver mit der Weiterentwicklung von Kundenkommunikationsmaßnahmen befasst und ihre Kunden mit neuen Möglichkeiten, Kanälen und Formaten erreichen möchte.

Es wird also ein neues Kapitel aufgeschlagen, beziehungsweise anklickbar gemacht. Dennoch hat Ikea nun die Aufgabe das entstandene „Kommunikations-Loch“ mit digitalen Alternativen zu flicken. Etwa mit einer digitalen Version des Kataloges zum rumblättern oder -klicken. Wie dem auch sei, die „neuen Seiten“ sind in meinen Augen wichtig und geben anderen Unternehmen einen notwendigen Denkanstoß. Aus diesem Grund erhält Ikea für diesen frühzeitigen Jahresvorsatz den Sinnvoll-Stempel!

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