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Give-Aways for future

Wir kennen es alle – man besucht Veranstaltungen und geht mit Tüten voller Prospekte, Kugelschreiber und kleinen Post Its nach Hause. Und spätestens da fliegen 90 Prozent des Krimskrams in den Müll. Werbe-Massenproduktion at its best! Ähnliche Erfahrungen machte die Gründerin und Marketingexpertin Chalwa Heigl, CEO von Onlineshop Clouberry. Ihr Ziel: Die Branche mit nachhaltigen und innovativen Werbegeschenken ein Stück besser zu machen und ein Bewusstsein für die Qualität von Give-aways zu schaffen. 

Ihre Motivation, die Werbe-Branche zu revolutionieren, führte zum Onlineshop Clouberry, für den sie mit unterschiedlichen Start-ups kooperiert und nachhaltige Kundengeschenke anbietet. Kriterien, nach welchen sie die Produkte auswählt, sind unter anderem Bio- oder Fairtrade Materialien sowie die Langlebigkeit der Produkte und Transparenz der Start-ups.

Image Credits: Clouberry

So findet man in Heigls Shop derzeit rund 250 Produkte wie Trinkflaschen aus Plastikmüll vom Meeresgrund. Oder auch Lebensmittel wie vom Start-up Knalle Popcorn, die in Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten klimaneutrales und vegetarisches Gourmet Popcorn herstellen. Alle, die dann doch eher klassische Give-aways bevorzugen, kommen bei Clouberry auch auf ihre kosten. Denn 08/15 gibt’s auch mit dem „gewissen Etwas“. Die Rede ist von Textmarkern aus Holz, Kugelschreibern aus Textilresten oder Notizbüchern, die mit Graspapier hergestellt werden. Mein persönliches Highlight sind aber die Karten, die nicht einfach nur aus Pappe, sondern mit Blumensamen gespickt sind. Hat man sich an der Karte sattgesehen, kann man sie einfach in den Boden stecken und: Hello Blumenwiese!!! Wer den alten Geschenken den Kampf ansagen will, kann ja mal auf www.clouberry.com gehen. 

Image Credits: Clouberry

Ich finde Heigls Idee einfach nur spitze! Denn wie oft war ich auf Messen und habe Kulis für die nächsten Jahrzehnte gesammelt. Die Give-aways sind zwar eine nett gemeinte Geste, verlieren aber auch an emotionaler Wertigkeit, wenn sie einfach jedem hinterhergeworfen werden. Daher kann und sollte man die 3 Mrd. Euro, die in Deutschland jährlich für Werbemittel ausgegeben werden, sinnvoller nutzen. Deswegen finde ich den Ansatz, den No-Name-Billo-Mist zu verbannen und durch wertige und gleichzeitig nachhaltige Produkte zu ersetzen, unglaublich schön. Und wenn dadurch inklusive Werkstätten unterstützt werden, Unternehmen ihre Marke durch Nachhaltigkeit stärken können und Kunden glücklich gemacht werden, dann ist es einfach eine Win-win-win-Situation für alle! Von mir bekommt Clouberry ganz klar der SINNOLL-Stempel! 

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Sinn oder Unsinn?

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