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Jysk und Dollerei

Als dänisches Bettenlager wurde das skandinavische Unternehmen 1979 bekannt und besitzt heute über 3.000 Stores in über 50 Ländern. Nun folgt ein massives Rebranding für die Einrichtungsmarke. Von der Namensänderung, über reichweitenstarke Kampagnen, hin zu Store Concept 3.0. Aber was genau konnte das Unternehmen mit 250 Millionen Euro Budget alles umsetzen und wie erfolgsversprechend ist die Umstrukturierung?

Die Möbelkette möchte mit Jysk zeigen, dass es um mehr geht als nur um Betten. Der Fokus soll künftig ganzheitlicher auf Möbeln und kleineren Einrichtungsgegenständen liegen. Und das zu attraktiven Preisen – halt ein „Einrichtungsexperte für Jedermann“. Ab dem 27. September heißt es „Willkommen bei JYSK, willkommen zu Scandinavian Sleeping & Living!“ Der Name JYSK beschreibt ursprünglich die Bewohner der dänischen Halbinsel Jütland. Und genau diese skandinavische Namenskomponente soll Mittelpunkt der Unternehmensidentität, der Werte und der Qualität werden.

Binnen sieben Wochen wurden knapp tausend Fassaden umgestaltet, Logos neu integriert und tausende Mitarbeiter gebrieft. Alles in allem eine sportliche Ansage.

Aber was hilft die Umfirmierung, wenn sie keiner mitbekommt. Deshalb sollen große Teile des Rebranding-Budgets in „reichweitenstarke Kampagne“ fließen. Wir sind gespannt, was uns also demnächst an Medienflut über TV und Social Media blüht.

Und dann erwartet Kunden das Store Concept 3.0, das den Einkauf beispielsweise durch digitale Preisschilder kundenfreundlicher gestalten soll. Und wem das an Umstrukturierung und Zielen nicht reicht: Beliebtester Arbeitgeber möchte JYSK auch noch werden. Im Rahmen der Mitarbeiter-Kampagne und dem Hashtag #GOJysk und #Jysk3000 gab es für die Mitarbeiter JYSK-Wasserflaschen. Diese posteten auch fleißig Bilder mit ihrem neuen Begleiter, sodass der Aspekt der Mitarbeiterzufriedenheit schon mal positiv bewertet werden kann und weiterer Zuwachs sicherlich schnell gefunden wird.

Image Credits: GTP – Screenshots #jysk3000

Aber was wäre ein Rebranding ohne Nachhaltigkeitsziele? Neben Ökostrom und klimaneutraler Ökogas-Versorgung werden künftig auch alle neuen Produkte auf Holzbasis FSC-zertifiziert. Wenn das nicht mal eine Kampfansage an den anderen skandinavischen Möbelgiganten ist…!

Meiner Meinung nach, ein erfolgversprechendes Rebranding. Ich bin sehr überrascht und positiv beeindruckt von der neuen Namensgebung, den Zielen und der Motivation. Für mich war das Dänische Bettenlager immer ein eingestaubtes und wenig attraktives Geschäft. Die komplette Umstrukturierung rund um JYSK macht das Unternehmen viel jünger und freundlicher und hoffentlich auch in den Stores optisch moderner. Und noch mehr freut es mich zu sehen, wenn auch die Mittarbeiter hinter ihrem Arbeitgeber stehen. Jung, innovativ, kunden- & mitarbeiterfreundlich und mit nachhaltigen Lösungen – Ein so durchdachtes Rebranding bekommt von mir den SINNVOLL-Stempel.

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