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Nachfüllen bitte!

Die Drogeriemarkt-Ketten dm und Rossmann gaben erstmals im August 2020 bekannt, dass Auffüllstationen für Pflege- und Reinigungsprodukte als Pilotprojekt in ausgewählte Filialen einziehen sollen. Nun wurden auch weitere Nachfüllprojekte im Oktober 2020 mitgeteilt. Ziel dabei ist es Erfahrungen zu sammeln, Verpackungen einzusparen und eine Kreislaufwirtschaft zu fördern.

Image Credits: dm

In dm-Märkten wird von Nivea eine solche Nachfüllstation für Pflegedusche und Creme angeboten. Rossmann bietet seinen Kunden eine Nachfüllstation für Spül- und Waschmittel. Die Kunden werden gebeten in der Testphase des Projektes die Flaschen nach der dritten Befüllung zur Qualitätsuntersuchung wieder abzugeben. Die Pilotprojekte sollen bis zu acht Monate in den Geschäften bleiben. Dieser Versuch ist eine Reaktion auf das zunehmend bewusstere Einkaufen der Kunden und zur Weiterentwicklung des Bewusstseins für Wiederverwendung und Recycling.

Klingt für mich schon mal nach einer sehr guten Sache. Nachhaltiger Denken müssen wir alle – und das ist in meinen Augen ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Drogeriemärkte, die diese Nachfüllstationen anbieten, erhalten vor allem eins: Aufmerksamkeit. Ziemlich clever gelöst! Denn nicht nur die Märkte bekommen Aufmerksamkeit, sondern auch die Unternehmen, die Nachfüllstationen zur Verfügung stellen. Zum einen erwecken die Nachfüllstationen Neugierde bei den Kunden – heißt: Eigentlich will jeder mal probieren wie das funktioniert. Zum anderen löst das ganze Projekt bei dem Kunden das Gefühl aus, etwas Gutes getan zu haben. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten – inklusive der Umwelt.

Wenn das Pilotprojekt gut läuft will das Hautpflegeunternehmen Beiersdorf AG bis 2025 100 Prozent der Verpackungen wiederbefüllbar, wiederverwendbar oder recyclingfähig machen. Eine vorbildliche Idee, die sowohl von den Drogeriemärkten als auch von den Herstellern, weiter nach Außen kommuniziert werden müsste. Bisher ist die Neuigkeit lediglich als Pressemitteilung zu finden. Ich bin rein zufällig auf das Thema auf LinkedIn gestoßen. Bei weiterer Recherche fand ich sowohl von Rossmann als auch von dm Instagram-Posts bezüglich des Projektes. Allerdings habe ich bevor ich anfing zu dem Thema zu recherchieren leider noch nie davon gehört. Meines Erachtens nach müssen die Nachfüllstände viel mehr Werbung bekommen. Dadurch könnte den Kunden vielleicht ein Ansporn gegeben werden, die Nachfüllstationen in den Märkten ausgiebig und verantwortungsvoll zu nutzen, um dem Pilotprojekt den Rücken zu stärken.

Summa summarum ist das ganze Projekt eine tolle Sache und ich hoffe auch in Zukunft vermehrt auf solche Nachfüllstationen zu treffen! Dementsprechend bekommt die „Nachfüllstationen in Drogeriemärkten“–Mission den SINNVOLL-Stempel verpasst, mit dem kleinen Hinweis, dass die Kommunikation noch verstärkt werden sollte.

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