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Offiziell Unterzuckert

Lemonaid wird erneut aufgefordert vor dem niedrigen Zuckergehalt in seinen Limonaden zu warnen. Bereits in der Vergangenheit kämpfte der Hamburger Getränkehersteller mit Zurechtweisungen der Behörden, ob das Erfrischungsgetränk überhaupt als „Limonade“ bezeichnet werden dürfte, da der Mindestzuckergehalt von 7% pro Flasche nicht gedeckt wird.

Zukünftig solle das Unternehmen die Verbraucher jetzt auch noch vor dem fehlenden Zucker warnen. Für das Hamburger Unternehmen hätte die Neudeklarierung der Flaschen zur Folge, dass Millionen bereits vorproduzierter und verkaufsfertiger Mehrwegflaschen vernichtet werden müssten. Ein ganz klares No-Go, wie der Gründer Paul Bethke in einem Statement erklärte. Er könne nicht verstehen, warum sein Unternehmen wegen zu niedrigem Zuckergehalt warnen solle. Der Protest der Behörde steht zudem im absoluten Gegensatz zu den politisch geäußerten Vorsätzen, zukünftig weniger zucker-, salz- und fetthaltige Fertigprodukte zu unterstützen.

Die gute Nachricht zur lächerlich politischen Anforderung: Lemonaid legte vor Gericht Protest ein und siegte… Ab sofort existiert kein Mindestzuckergehalt mehr für Limonaden! Die Hamburger nahmen die Kritik der Behörden trotzdem mit Humor und setzten ein kreatives Statement. So wurden, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Flaschen, neue Mehrwegflaschen produziert, die ein plakatives Zucker-Warnschild aufgedruckt hatten.

Image Credits: Lemonaid

Für mich geht die Mahnung der Politik entgegen jedes gesundheitsbewussten Vorhabens. Jeder freut sich doch beispielsweise an schwülen Sommertagen über eine erfrischende Limonade. Und wenn diese dann noch weniger Zucker beinhaltet, umso besser! Die originell umgesetzte Kampagne mit der Warnung „Achtung, wenig Zucker“, setzt dem Ganzen final die Kirsche auf. Eine schlagfertige Reaktion auf sinnlose Limonaden-Anforderungen. Dementsprechend verdient die zuckerreduzierte Lemonaid-Limo in neuem Attention-Design für mich in jedem Fall den Sinnvoll-Stempel!

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