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Shalom für alle!

Seit 1.700 Jahren gibt es schon jüdisches Leben in Deutschland. Und das wollten wir in unserer Multi-Kulti-Stadt Köln feiern und gleichzeitig ein Zeichen gegen antisemitische Auseinandersetzungen setzen. Anfang des Jahres entstand so die Initiative Shalom Cologne, die aus kindlicher Kreativität entstanden und nun überall an kölschen Plakatwänden zu sehen ist.

In den Osterferien bekamen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, etwas Besonderes zu schaffen. Etwas, das gegen Hass und für Nächstenliebe steht. Die Einbindung der Kinder in das Kunstprojekt zur Ausgestaltung des Mottos SHALOM † FRIEDEN FÜR ALLE führte zu einer kunterbunten und vielseitigen Abbildung der wichtigen Botschaft. Die Kleinen schafften es, alle Weltreligionen und unsere Heimat – den Dom – mühelos in das Bild zu integrieren und als verspieltes Miteinander zu präsentieren. Heute können wir die Visualisierung an gefühlt jedem Kölner Citylight sehen und auf uns wirken lassen.

Image Credits: Get the Point GmbH

„Shalom Cologne“ besitzt auch eine eigene Website zur Erkundung der jüdischen Kultur und Einflüsse in Deutschland. Besondere Highlights waren allerdings die Mitmachaktionen der Initiative. Mit der Aktion „Shalom-Selfie“ findet nun der krönende Höhepunkt statt. Unter Hashtags wie #Shalomselfie #Zusammenhalt #2021JLID #Akzeptanz konnte jeder der wollte, ein Selfie hochladen und Teil der riesigen Collage werden, die noch bis zum 12.09.2021 die Fassade des Domforums auf gigantischen 80qm schmückt. 

Image Credits: Kölner Forum für Kultur im Dialog e.V.

Lebensfreude und Liebe waren die Reaktionen, die mir als erstes durch den Körper schossen, als ich das erste Mal an einem SHALOM † FRIEDEN FÜR ALLE Plakat vorbeilief. Nun kann ich eines der Plakate von meinem Arbeitsplatz in der Agentur sehen und ich muss sagen, diese ehrliche Kreation inspiriert mich ungemein. Ich finde Shalom Cologne beeindruckend und unglaublich wichtig – in zweierlei Hinsicht. Zum einen, weil die Teilnahme so vieler Menschen bei der Selfie-Aktion zeigt, dass die Welt nicht nur „schlecht“ ist, sondern dass wir in einer Gemeinschaft leben und diese auch verkörpern können, egal welcher Religion wir angehören und wie wir „glauben“. Zum anderen, weil es mich daran erinnert, weniger zu zweifeln und mehr den Zusammenhalt in einer so individuellen Gemeinschaft wertzuschätzen. Ich werde mir die Collage am Domforum definitiv anschauen und vergebe für dieses kreative Statement der Toleranz den SINNVOLL-Stempel.

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