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Snapchat verkauft Kamerabrille aus Minion-Automaten

Mit Spectacles hat Snapchat vor einiger Zeit eine vergleichsweise günstige Kamerabrille vorgestellt, zu kaufen war sie bislang aber noch nicht. Jetzt kann theoretisch jedermann die Snapchat-Brille anprobieren und sich sogar ein Modell mit nach Hause nehmen – zumindest, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Die Sonnenbrille mit integrierter Kamera trägt den Namen Spectacles. Klickt der Benutzer auf einen Knopf im Bügel startet eine zehn-sekündige Videoaufnahme. Ein zweiter Klick verlängert die Aufzeichnung, aber spätestens nach 30 Sekunden ist Schluss.

Das alles klingt ja ganz faszinierend und toll. Für mich, der nicht einmal einen Snapchat-Account besitzt, aber eher uninteressant.
Was mich allerdings begeistert, ist, dass die Macher der Instant Messaging-App Snapchat bei ihrer neuen Kamera-Sonnenbrille eine außergewöhnliche Vertriebsmethode ausprobieren:

Einen Verkaufsautomaten.

Die Spectacles wird ausschließlich über sogenannte Snapbots verkauft. Die quietschgelben, grinsenden Zyklopen reisen quer durchs Land und werden für nur wenige Stunden an verschiedenen Plätzen aufgestellt. Die interessierten Käufer werden über den nächsten Aufenthaltsort der Snapbots zunächst im Unklaren gelassen und müssen auf einer eigens dafür eingerichteten Website  nachschauen, wo der nächste „Minion“ auftaucht.

Wenn ein neuer Snapbot auftaucht, ist die Aufmerksamkeit groß.

 

Das Ergebnis dieser künstlichen Verknappung: Riesige Warteschlangen vor den Automaten und ein großes mediales Echo. Die 130 Dollar teure Brille war relativ schnell ausverkauft, danach knackte der Wiederverkaufspreis bei Ebay schnell die 3000 Dollar-Marke! Sollten die Snapchat-Brillen künftig auch online oder im Einzelhandel erhältlich sein, wäre die kommerzielle Nachfrage bereits geschaffen.

Eine technische Revolution ist diese Aktion sicher nicht, dennoch ein schlauer Einfall der Snap Inc. und mit Sicherheit eine exzellente Verkaufsstrategie.

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