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Stasi-Agenten in Köln?

Immer wenn ich in den letzten Wochen durch Köln spaziert bin, wurde ich das ungute Gefühl nicht los, dass mich jemand beobachtet. Von jeder zweiten Litfaßsäule beäugte mich ein doch sehr verdächtig aussehender Mann. Dicke Mützen, falsche Bärte und die obligatorische Sonnenbrille – unauffällig geht anders. Doch mein Interesse war geweckt.

Stasi Agenten in Koeln
© Photoszene

Auf den ersten Blick ließ sich auch nicht wirklich erkennen, welchen Zweck die vermummten Gestalten nun erfüllen sollten. Kein großer Schriftzug, der für den neusten Retromodetrend wirbt, keine Aufforderung zu mehr Datenschutz und Privatsphäre, überhaupt keine erkennbare Botschaft.
Erst als ich ganz nah an die Säule heran trete, finde ich unten links einen sehr kleinen Schriftzug, der mich darüber informiert, dass dies eine Aktion des Künstlers Simon Menner ist, der damit auf das Photoszene-Festival in Köln aufmerksam machen will. Schlau gemacht, denke ich, denn einfach so hätte ich mich niemals über die Photoszene Köln informiert. Aber dadurch dass ich wissen wollte, was es mit den mysteriösen Männern an jeder zweiten Kölner Straßenecke auf sich hat, weiß ich jetzt auch, wann und wo das Festival stattfindet.

Werbung ohne starke Slogans und Neonschrift, die dich nicht sofort mit ihrer Message anspringt, kann also auch funktionieren. Eine sinnvolle Abwechslung in der heutigen Werbelandschaft.

 

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Sinn oder Unsinn?

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