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G-Kea – Das Spiel beginnt.

Der Möbelgigant IKEA ist in den vergangenen Monaten immer wieder wegen seiner nachhaltigen Produkte und dem „neu-grünen“ Image in den Medien gewesen. Nun schlägt der Schwede eine ganz andere Richtung ein. Denn ab Oktober gibt es, was das Gamer-Herz begehrt.

Image Credits: IKEA

Es geht unter anderem um die neue Produktreihe „UPPSPEL“, die das Möbelhaus gemeinsam mit dem bekannten Gaming-Spezialisten Asus „Republic of Gamers“ präsentiert. Darüber hinaus veröffentlicht IKEA fünf weitere Serien mit knapp 30 Produkten; von ergonomischen Schreibtischstühlen mit Zusatz-Features bis zu kleineren Accessoires wie Getränkehaltern – alles für die perfekte Gaming-Höhle.

Image Credits: IKEA

Die neuen Produkte ergänzen damit das bereits vorhandene ergonomische Bürosortiment und gingen bereits in einigen asiatischen Ländern in den Verkauf. Besonders gelobt wurde in den Rezensionen – typisch für IKEA – das Preis-Leistungs-Verhältnis. Also nichts wie los in den nächstgelegenen IKEA!

Eher nicht! – Zumindest nicht mit diesem Argument!

Natürlich ist das Gaming-Segment einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweige und bietet somit allen Unternehmen mit passsenden Produkten eine riesige Käuferzielgruppe. Für mich stellt sich nur die Frage, ob wir uns Gaming aktiv schönreden müssen. Sollten wir nicht darauf bedacht sein, wieder raus in die Natur zu gehen und uns zu bewegen? Denn besonders in den vergangenen Monaten, hat uns das Home-Office und stundenlange am Schreibtisch sitzen gezeigt, wie wichtig die richtigen Büromöbel. Warum die ergonomischen Vorteile also nicht explizit unter diesem Aspekt bewerben?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass IKEA nur in weitgehend unbespielte Marktsegmente einsteigen wollte und somit gar keine negativen Hintergedanken beim Vertrieb hatte. Meiner Meinung nach hätte das „Gaming“ aber nicht unbedingt im Fokus der Kommunikation stehen müssen, sondern eher mit einem Augenzwinkern dazu formuliert werden können. Oder als Win-win-Situation mit Komfort für den „Arbeitsplatz-“ und Gaming-Bereich.

Also Lob an den Anspruch, das Arbeiten am Schreibtisch über Stunden bequem zu gestalten, aber nach der ganzen Rumsitzerei sollten wir trotzdem versuchen uns zu motivieren raus in die Natur zu gehen! Mit Freude an der Realität und nicht nur an fiktiven Games. Der sehr gute Produktansatz mit einer (leider) eindimensionalen Kommunikation bekommt daher den SINNLOS-Stempel.

Was hältst Du von diesem Beispiel?
Sinn oder Unsinn?

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