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KI = Kostenintensiv und unnötig?

Der Onlinegigant Amazon bietet seinen Kunden in den USA ab sofort auf großer Fläche ein kontaktloses Einkaufserlebnis. Amazon-Fresh heißen die Supermärkte, von denen es inzwischen 30 in den USA gibt. In Europa wurde der erste Laden Anfang des Jahres eröffnet und es sollen weitere folgen. Durch die „Just Walk Out“-Technologie können Kunden mit ihren Waren den Laden verlassen, ohne an einer Kasse anzustehen. Die Rechnung kommt im Anschluss per App. Da stellt sich doch die Frage: Ist das der erste Schritt, Verkäufer und Mitarbeiter einzusparen?!

Image Credits: Amazon

Käufer haben mit der Technologie die Möglichkeit, ohne langes Anstehen, die Waren in den Einkaufswagen zu packen und den Supermarkt direkt zu verlassen. Kameras, Sensoren und künstliche Intelligenz registrieren Besucher und Produkte, rechnen bei Verlassen des Stores automatisch ab und belasten das verknüpfte Amazon-Konto. Derzeit befinden sich Mitarbeiter nur im Markt, um beispielsweise Waren nachzufüllen oder um Fragen zu Produkten zu beantworten – doch wie lange noch? Mit der „Just Walk Out“-Technologie ist dieses Einkaufserlebnis eine harte Konkurrenz für herkömmliche, mitarbeiterbasierte Läden mit gängigem Kassensystem.

Der Vorteil ist offensichtlich: Einfach den Supermarkt verlassen und nicht lange an der Kasse anstehen. Versteht das nicht falsch, Digitalisierung und KI vereinfachen das Leben an vielen Stellen. Aber beim zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz in nicht notwendigen Lebensbereichen, überwiegt bei mir eher die Sorge des unpersönlichen Fremdgesteuert-Seins. Ich möchte nicht in einen Supermarkt gehen und feststellen, dass Roboter, wie in großen Logistikzentren des Giganten, die Regale einräumen. Der Kontakt zu Verkäufern, die mir bei individuellen Fragen helfen, Empfehlungen aussprechen können und mir an der Frischetheke Waren verkaufen, sind für mich Momente, die zum sozialen Leben dazugehören.

Ich verstehe Amazons Ansatz, möchte aber nicht, dass künstliche Intelligenz mein Leben in allen Bereichen bestimmt, daher gibt es von mir den Sinnlos-Stempel. #prosociallife

 

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